Am Morgen

Am frühen Morgen, die Sonne ist soeben am Horizont erschienen, da liegt ein dichter Nebel auf dem Feld. Zart berührt er das Gras. Es ist, als ob eine weiße weiche Daunendecke darüber liegt. Es ist still. Alles erscheint wie am ersten Tag der Welt. Dann sehe ich zwei Rehe im Nebel stehen. Ihre Beine vom Nebel verschluckt, stehen sie sich gegenüber. Sie schauen sich an, ihre Köpfe ganz nah zueinander gewandt. Nur einen kleinen Moment schauen sie zu mir herüber, dann wenden sie sich wieder einander zu.

Nie vergessen

Gedanken nicht 

verblassen,

Nie vergessen 

die uns haben verlassen.

Verloren ihr Leben.

Des Lebens Glück 

war ihr nicht gegeben

Vergesst nie der Toten Mahnung 

Sagt später nicht 

Ihr hattet keine Ahnung 

Die Sonne strahlt 

zeigt uns ihre Lebenskraft 

Niemandem sonst

gebührt über uns 

die Macht.

     jbw 18.11.18

Weihnachten

Alle Welt

Sie ist bereit

für diese Zeit

Stimmungen tun sich kund

Wünsche kommen

nicht nur

aus Kinder Mund

Glitzernde Tannenbäume

Menschen haben jetzt Träume

Kerzen scheinen hell

Doch sie vergehen auch 

Ganz schnell

Gutes Essen guter Wein

Das Leben es ist heut ganz fein

Duft das ganze Haus erfüllt

Der Appetit ist jetzt gestillt

Für einen Moment steht die Welt

Ganz still

Weil „Jemand“ es so will.

Sehnsucht nach Stille

Ich kann ihn nicht mehr ertragen

Den Lärm der Straße

Das Gebrüll in den Medien

Das Heulen der Laubbläser

Das Knattern der Rasenmäher

Das Heulen von Sirenen

Den Lärm unserer Zeit

Erst wenn die Stille um uns ist

Dann hören wir die Stille in uns

Dann können wir unsere Fragen beantworten

Dann hören wir wie die Blätter fallen

Wir hören die Schwingen der Vögel

Das Summen der Insekten

Das Rascheln von trockenen Laub