Mehr denn je ist die Zuversicht nicht meine Heimat. Ich verzweifle an der Wirklichkeit, der ich zu entfliehen versuche. All das ist in meinem Kopf, es nistet sich ein. Gedanken kreisen umher, ohne je einen Endpunkt zu finden. Lost in universe. Es gibt keine Wirklichkeit
Autor: Jann-Bernd Webermann
Meeressucht
Die Sehnsucht nach dem Meer ist unbegreiflich groß.
Doch wenn ich weiß, daß alles Wasser auf der Welt sich miteinander verbindet, dann ertrage ich es eine Zeit lang, nicht am Meer zu sein.
Nicht allein
Das Meer nimmt all unsere Gedanken auf. All unsere Sorgen können wir dem Meer anvertrauen.
Irgendwo, an irgendeinem Strand, steht ein Mensch, der diese Gedanken aufnimmt.
Dann, nach einer Weile, kommen sie zu dir zurück und du weißt, das du nicht alleine bist auf dieser Welt
V …
Wir lassen uns nicht unterkriegen
Wir passen uns an
Wir passen auf uns auf
Wir sind füreinander da
Wir kriegen dich
Der unsichtbare Feind
Wohin gehst du, wenn deine Heimat die Zuversicht war?
Es ist überall.
Es frisst sich in uns hinein
Es lässt uns nicht ruhen
Es lässt uns nicht gedeihen
Es klammert sich um unsere Seele
Es hält uns fest
Bis alles zerstört ist
Nichts wird mehr sein wie es mal war
Wird unsere Heimat die Angst sein?
Wird unsere Heimat das Misstrauen sein?
Wohin gehst du wenn deine Heimat die Zuversicht war?
jbw März 2020
Am Morgen
Am frühen Morgen, die Sonne ist soeben am Horizont erschienen, da liegt ein dichter Nebel auf dem Feld. Zart berührt er das Gras. Es ist, als ob eine weiße weiche Daunendecke darüber liegt. Es ist still. Alles erscheint wie am ersten Tag der Welt. Dann sehe ich zwei Rehe im Nebel stehen. Ihre Beine vom Nebel verschluckt, stehen sie sich gegenüber. Sie schauen sich an, ihre Köpfe ganz nah zueinander gewandt. Nur einen kleinen Moment schauen sie zu mir herüber, dann wenden sie sich wieder einander zu.
Klarheit
Klare Gedanken
Ohne Schranken
Klares Licht
Zuversicht
Reines Herz
Kein Schmerz
Reine Luft
Der schönste Duft
Gedanken
Tropfnass des Vogels Gefieder
Der Tag er senkt sich nieder
Die Gedanken kommen zur Ruh
Der Regen bringt mich dazu
Gelingen kann nichts immer
Zwang macht es schlimmer
Der Regen bringt Reinheit
Gedanken bewegen sich in Freiheit
Das Christkind
Die Straßen leer
Die Häuser voll
Die Bäuche leer
Die Töpfe voll
Die Bäume hell
Zeit vergeht so schnell
Alle warten auf das Christkind
Geh! Hol noch Wein geschwind
Dann wollen wir es begießen
Und die schöne Zeit genießen
Wintersamstag
Eisig kalt die Luft am frühen Morgen
Was bringt der Tag ?
Freude oder Sorgen ?
Doch, freudig gehe ich auch
diesen Tag entgegen.
Denn jeder Tag mit dir
ist für mich ein Segen
