Am späten Abend
wandere ich
durch die Kälte des Tages,
der leise vergeht.
Die Luft ist klar,
kein Wind,
nur Stille –
und fern
ein letzter Vogel,
der sein Nachtlager sucht.
Es ist die Zeit,
in der die Gedanken
langsamer werden,
zur Ruhe finden,
und der Tag
noch einmal
an mir vorüberzieht.
Was bleibt,
halte ich fest –
für morgen,
für später.
Im Licht der sinkenden Sonne
glühen die Blätter
tiefer als am Tag.
Sie lösen sich,
schweben,
fallen –
wie Minuten
unseres Lebens:
vergangen,
unwiederbringlich.
Und doch –
nichts geht verloren.
Was vergeht,
wird zu neuem Leben,
zu neuen Gedanken,
die wachsen
im Stillen.
